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Warum LATIDO bewusst auf nicht-amerikanische Cloud-Anbieter setzt

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Wenn heute über Digitalisierung gesprochen wird, fällt ein Begriff fast immer: Cloud

Viele moderne Softwarelösungen – auch im Gesundheitsbereich – laufen auf den großen internationalen Cloudplattformen von US-Anbietern. Technologisch sind diese Anbieter extrem leistungsfähig und setzen weltweit Standards. Diese Dominanz, sowie aus unserer Sicht nicht final geklärte rechtliche Aspekte, haben uns vor eine strategische Grundsatzentscheidung gestellt: 

Wollen wir unsere Infrastruktur auf Plattformen aufbauen, die von amerikanischen Technologiekonzernen kontrolliert werden? 

Bei LATIDO haben wir uns intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt und eine klare Entscheidung getroffen: Nein. 

Gesundheitsdaten verdienen besondere Sorgfalt 

In einer Ordination entstehen täglich hochsensible Informationen: Diagnosen, Befunde, Krankengeschichten. Diese Daten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Deshalb geht es bei einer Ordinationssoftware nicht nur um Funktionen oder Benutzerfreundlichkeit. Es geht auch um eine grundlegende Frage der digitalen Verantwortung:

Wer kontrolliert die Infrastruktur, auf der diese Daten liegen? 

Viele Anbieter argumentieren, ihre Systeme seien „in Europa gehostet“. Das bedeutet oft nur, dass sich das Rechenzentrum geografisch in Europa befindet – etwa in Frankfurt oder Amsterdam. Die Betreiber dieser Plattformen sind aber weiterhin US-amerikanische Unternehmen. Damit unterliegen sie auch amerikanischem Recht. Dies kann im Einzelfall Zugriff auf Daten ermöglichen – unabhängig davon, in welchem Land sich das Rechenzentrum befindet. 

Gerade im Gesundheitsbereich ist das ein Thema, das man ernst nehmen sollte. 

Unser Ansatz: europäische Infrastruktur

LATIDO geht bewusst einen anderen Weg. Unsere Infrastruktur basiert auf europäischen Cloud-Anbietern, die auch rechtlich in Europa verankert sind. Dazu gehören unter anderem: 

  • Exoscale (Teil der A1 Telekom Austria Group) 
  • IONOS (deutscher Cloudanbieter aus der United-Internet-Gruppe) 
  • Hetzner (deutsches Familienunternehmen) 

Alle diese Anbieter betreiben ihre Infrastruktur in europäischen Rechenzentren und unterliegen europäischen Datenschutzregelungen. 

Das ist für uns ein zentraler Baustein, um langfristig Datensouveränität im Gesundheitswesen zu gewährleisten. Denn Datensouveränität ist für uns kein technisches Detail, sondern eine Grundsatzentscheidung. 

Mehr Kontrolle, weniger Abhängigkeit

Dieser Ansatz erlaubt uns, unsere technische Landschaft gezielt auf unsere eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden – anstatt uns an die Vorgaben großer Plattformanbieter anpassen zu müssen.

Gerade im Bereich künstliche Intelligenz wird das ein entscheidender Vorteil sein: Wir behalten die volle Kontrolle darüber, welche Technologien wir einsetzen, wie wir sie betreiben und wie Daten verarbeitet werden.

Dazu kommt ein weiterer bewusster Schritt: Wir setzen nicht nur auf europäische Anbieter, sondern auch auf mehrere Anbieter gleichzeitig. Dadurch vermeiden wir ein sogenanntes Vendor Lock-in – also die Abhängigkeit von einem einzelnen Cloud-Provider. 

Das macht unsere Infrastruktur: 

  • robuster gegenüber Ausfällen
  • unabhängiger von einzelnen Anbietern
  • langfristig stabiler

Auch hier gilt: Unsere Kunden profitieren direkt – durch eine resilientere und verlässlichere Systemlandschaft. 

Der einfache Weg wäre ein anderer 

Natürlich wäre es einfacher gewesen, direkt auf die großen amerikanischen Plattformen zu setzen. Sie bieten eine enorme Zahl an fertigen Diensten und Tools. Viele Unternehmen bauen ihre gesamte Software heute direkt darauf auf.

Der Weg, den wir gehen, ist anspruchsvoller. Er zwingt uns, manche technische Komponenten selbst zu entwickeln oder anders zu lösen. Aber gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten glauben wir: Der bequemste Weg ist selten der verantwortungsvollste.

Auch bei künstlicher Intelligenz bleiben wir konsequent 

Besonders im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) steht der Datenschutz im Zentrum der Diskussion. 

Viele AI-Funktionen basieren heute auf Plattformen aus den USA.

Auch hier wäre der einfachste Weg, diese Dienste direkt zu integrieren. Wir verfolgen bewusst einen anderen Ansatz. Für unsere AI-Projekte setzen wir auf offene Modelle (Open-Source-Modelle), die auf Infrastruktur betrieben werden, die exklusiv für LATIDO bereitgestellt wird – wiederum bei europäischen Anbietern. Damit stellen wir sicher, dass auch bei neuen Technologien keine sensiblen Patientendaten in externe Plattformen oder andere Rechtsräume abfließen.

Digitalisierung braucht Verantwortung 

Digitalisierung im Gesundheitswesen ist mehr als Softwareentwicklung. Es geht um Vertrauen, Stabilität und den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten. 

Unsere Entscheidung für europäische Infrastruktur ist deshalb keine technische Detailfrage, sondern eine bewusste strategische Entscheidung. 

Denn sensible Gesundheitsdaten verdienen nicht nur gute Software – sondern auch eine digitale Grundlage, auf die man sich langfristig verlassen kann.


Haben Sie noch Fragen oder wollen Sie sich beraten lassen?

Falls Sie Fragen zu unserer Software oder speziellen Funktionen von LATIDO haben, können Sie uns gerne kontaktieren oder einfach online einen Beratungstermin vereinbaren. Bei Interesse bieten wir Ihnen einen kostenlosen Termin zur Vorstellung und Beratung an. Falls Sie bereits Kund:in sind, helfen wir Ihnen gerne im Rahmen eines Optimierungsgesprächs, unsere Software noch besser im Alltag einzusetzen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.