Dr. Franziska Winder, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe im Posthus in Egg, hat im Juni 2025 eine neue Wahlarztordination eröffnet und arbeitet seitdem mit LATIDO. Über ihre Erfahrungen mit unserer Software berichtet sie in diesem Gespräch.
LATIDO: Ihre Wahlarztordination gibt es jetzt seit etwa einem Jahr. Was waren damals für Sie die Gründe, eine eigene Wahlarztordination zu eröffnen?
Dr. Winder: Der Luxus der Zeit. In der Medizin und vor allem in der Gynäkologie profitiert man unglaublich davon, wenn man Zeit für Gespräche hat. Ich habe das Gefühl, viele Dinge lassen sich schon lösen, indem man die richtigen Fragen stellt, ausreichend aufklärt oder sich einfach Zeit nimmt. In der Wahlarztordination habe ich den Luxus, mir wirklich Zeit für meine Patientinnen nehmen zu können. Im letzten Jahr bzw. in den letzten Monaten hat sich auch bestätigt, dass die Frauen das sehr schätzen. Ganz oft wird mir gesagt, dass gewisse Dinge noch nie so genau nachgefragt oder so ausführlich erklärt wurden.
Das zieht sich durch alle Altersgruppen – von jungen Patientinnen, die ihre Fragen zur Frauenheilkunde und zu ihrem Körper stellen können, bis hin zum Thema Verhütung, das man ausführlich besprechen kann. Ich möchte nicht einfach sagen: „Hier ist die Pille“, sondern auch genau erklären, wie man sie einnimmt, und nachfragen, wie es der Patientin damit geht.
Auch schwangere Patientinnen schätzen es sehr, wenn sie all ihre Fragen stellen können und man sich Zeit für sie nimmt. Und das geht bis zu Patientinnen in der Menopause. Besonders bei älteren Patientinnen kommen im Gespräch oft Themen und Beschwerden zur Sprache, die sonst untergegangen wären.
Hier sehe ich auch einen großen Vorteil von LATIDO. Das Gespräch endet nicht mit dem Verlassen der Praxis. Ich motiviere meine Patientinnen aktiv, mir über den LATIDO-Kommunikationskanal zu schreiben. Das wird auch zunehmend genutzt. Zum Beispiel bei Patientinnen, die neu mit der Pille starten: Da kommen oft noch Fragen auf – egal, wie viel Zeit man sich im Termin genommen hat. Über den Chat haben sie die Möglichkeit, diese Fragen unkompliziert zu stellen. Es ist eine gute Lösung für Fragen, die den Patientinnen zu „klein“ zum Anrufen erscheinen, aber dennoch wichtig sind. Dieser Kommunikationskanal ist daher extrem hilfreich.
Nutzen Sie die Arzt-Patienten-Kommunikation vor allem für Fragen oder senden Sie auch Dokumente?
Es geht in beide Richtungen. Wir senden den Patientinnen alle Originalbefunde (mit nur einem Mausklick), wie PAP- oder Blutbefunde, zu. Das ist mir sehr wichtig. Ich möchte nicht nur rückmelden, dass ich die Befunde kontrolliert habe und wie die nächsten Schritte aussehen, sondern auch die Patientinnen aktiv einbeziehen. Sie bekommen die Befunde, können selbst hineinschauen, die Werte im Original sehen und mitentscheiden und hören nicht nur „es ist alles gut“ oder im schlimmsten Fall „wenn ich mich nicht melde, ist alles gut“.
Senden Sie auch Ultraschallbilder?
Ja, die schwangeren Patientinnen bekommen die Ultraschallbilder direkt über LATIDO zugeschickt. Sonstige Ultraschallbilder senden wir nicht.
Vielen Dank für die Einblicke und schön, dass Sie so von unserer Arzt-Patienten-Kommunikation profitieren. Noch einmal zurück zum Start: Warum haben Sie sich bei der Eröffnung Ihrer Ordination für LATIDO entschieden?
Ich bin einer Kollegin sehr dankbar, die so begeistert von LATIDO geschwärmt hat. Sie hat sich über eine Stunde Zeit genommen, mir die Vorteile zu erklären und das System zu zeigen. Außerdem habe ich bei zwei Kollegen in der Region hospitiert und gesehen, wie sie mit anderen Programmen arbeiten.
Der Hauptgrund für meine Entscheidung war, dass LATIDO webbasiert ist. Meine Praxis ist etwa eine halbe Stunde Autofahrt von meinem Wohnort entfernt, und ich arbeite viel von zu Hause aus. Ich möchte mich jederzeit schnell einloggen können, um z. B. zu sehen, wie der nächste Tag organisiert ist. Die anderen Programme sind sicher gut, haben aber nicht ganz meinen Anforderungen entsprochen. Die webbasierte Lösung von LATIDO hat hier klar herausgestochen.
Was mich auch sehr positiv überrascht hat, ist die Online-Terminvereinbarung. Ich bin auf Instagram sehr aktiv und nutze auch andere Marketingkanäle bzw. habe ich diese vor allem am Anfang genutzt. Dadurch war die Ordination schon vor der Eröffnung für die ersten Wochen ausgebucht. Dieses typische „Warte zwei, drei Jahre, bis du deinen Terminkalender füllst“ hat sich bei mir zum Glück nicht bestätigt – im Gegenteil.
LATIDO hatte daran einen großen Anteil. Die Frauen konnten sofort Termine buchen und mussten nicht warten, bis die Ordination eröffnet hat, um telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Dass mir LATIDO hier so viel bringt, hatte ich bei der Entscheidung gar nicht so sehr im Fokus. Gerade zum Start war das enorm wertvoll.
Sind Sie von Anfang an gut mit der Software zurechtgekommen?
Ja, ich finde LATIDO sehr intuitiv. Wie immer, wenn man etwas Neues beginnt, hat man viele Ideen und Vorstellungen, was man alles umsetzen möchte. Da muss man sich dann auch wieder ein wenig erden und schauen, was tatsächlich sinnvoll und machbar ist.
Ein Beispiel ist die Anamnese vorab digital ausfüllen zu lassen. Das haben wir in den ersten Monaten ausprobiert, aber es hat für unseren Workflow noch nicht gepasst bzw. war vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Es hat uns nicht die Zeitersparnis gebracht, die ich mir erhofft hatte.
Man kann unglaublich viel mit dem Programm machen, auch was Individualisierung betrifft. Da stehen wir noch am Anfang. Im Alltag funktioniert alles sehr gut, und auch meine Ordinationsassistentinnen sind begeistert. Aber es gibt sicher noch Potenzial, Dinge besser zu nutzen oder anzupassen. Das erkennt man einfach erst im Laufe der Zeit – es ist ein Prozess.
Das schauen wir uns gerne gleich noch gemeinsam an. Am Anfang weiß man oft noch nicht, welche Einstellungen man wirklich braucht – das entwickelt sich mit der Zeit und ist ganz normal.
Sehr gerne!
Auch wenn Sie gut zurechtkommen: Falls doch einmal Fragen auftauchen, wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Support?
Meine Erfahrung ist sehr gut, wobei ich ehrlich sagen muss, dass vor allem meine Assistentinnen den Kontakt hatten. Wie lange sie auf Antworten gewartet haben, weiß ich nicht im Detail, aber ich habe den Eindruck, dass alles sehr schnell gelöst wurde. Bisher konnten alle Probleme noch am selben Tag geklärt werden.
Finden Sie neben dem Praxisalltag Zeit, sich mit unseren Informationen wie etwa Newslettern oder Webinaren zu beschäftigen?
Ja, ich überfliege die Newsletter und habe mir auch schon zwei Webinaraufzeichnungen angesehen. Ich finde es sehr gut, dass es Aufzeichnungen gibt. Ich glaube, je länger man dabei ist, desto mehr bringt auch der Newsletter, weil man die Inhalte und Updates besser einordnen kann.
Gibt es Punkte, bei denen Sie sich eine bessere Information gewünscht hätten?
Nein, selbst zu regulatorischen Neuerungen habt ihr Informationen bereitgestellt. Mir fällt spontan nichts ein.
Gibt es noch etwas, das Sie uns mitgeben möchten?
Macht weiter so! Mir gefällt besonders, dass man merkt, dass sich das Programm ständig weiterentwickelt. Natürlich funktioniert nicht immer alles sofort perfekt, aber der Großteil funktioniert sehr gut, und man kann hervorragend damit arbeiten.
Was mir besonders auffällt: Man spürt, dass jemand dahintersteht, dass kontinuierlich weitergearbeitet wird und dass es echte Weiterentwicklung gibt. Das ist sehr schön zu sehen. Man hat das Gefühl, gehört zu werden, und dass ihr euch ständig verbessern wollt.
Wenn sich nichts weiterentwickelt, ist eine Software nach ein paar Jahren veraltet und bei euch sieht man klar, dass es ein kontinuierliches Wachstum gibt. Bitte macht unbedingt so weiter!
Wir haben bereits viele Ideen für die nächsten Monate! Vielen Dank für Ihr positives und motivierendes Feedback. Es freut uns sehr zu sehen, dass unsere Arbeit wahrgenommen und geschätzt wird.

Dr. Franziska Winder
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Loco 597 – Posthus
6863 Egg
Website: https://www.praxis-winder.at/
